Beschreibung
Wo vor über 100 Jahren Bullaugen, Schalttafeln, Armaturen und anderes Schiffszubehör aus Bronze und Messing gegossen wurde, können Besucherinnen und Besucher heute in die Vergangenheit eintauchen: die Howaldtsche Metallgießerei ist das einzige Kieler Industriebauwerk aus der Gründerzeit, das nach dem Zweiten Weltkrieg nicht in Schutt und Asche lag.
Der Architekt Heinrich Moldenschardt errichtete das Gebäude 1884 am Ostufer der Förde; 30 Leute arbeiteten dort, bis der Betrieb 1980 die Türen schloss.
Nach der Jahrtausendwende wurde das Gebäude saniert und zum Industriemuseum umgebaut.
Seit 2007 veranschaulichen die wieder hergerichteten Arbeitsplätze sowie Bilder und Videos den früheren Produktionsprozess, Schautafeln dokumentieren die Entwicklung der Gießerei und die Werft- und Lokalgeschichte Kiels.
Highlight für Kinder: das Zinnfigurengießen, das an jedem vierten Sonntag des Monats stattfindet.
